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Benrather Notgeld von 1923

Am zehnten Januar 1923 marschierten die Franzosen in
das Ruhrgebiet ein. Ein paar Tage danach stieg der Dollar
von 9 500 auf 20 000 Mark.
Am 1. Februar machte er einen Sprung auf 41 000 Mark.

Mitte Januar kostete :
ein Pfund Rindfleisch 1100 M
ein Pfund Kaffee 3000 M
eine Rolle Nähseide 800 M

am 26. Mai wird der Dollar mit 61 000 M
am 1. Juni mit 74 000 M
am 1. Juli mit 181 000 M bezahlt.

Mitte Juni kostete ein Brötchen 250 M
ein Ei 800 M
ein Paar Schnürsenkel 900 M
ein Pfund Kartoffeln 2 500 M
ein Telefongespräch 70 M

Ende Juli kostet ein Pfund Kirschen 7 000 M
eine Tafel Schokolade 20 000 M
Ein Pfund Kaffee 150 000 M
eine Flasche Likör 30 000 M

Mitte September war der Dollar bei 125 Millionen angelangt
und der Lebenshaltungsindex auf das siebzehnmillionenfache
der Vorkriegszeit gestiegen.

zwei Brötchen kosteten 700 000 M
eine Tageszeitung rund 500 000 M
zwei Brasilzigarren 3 Millionen M

Gemeinden und Städte durften damals Geld drucken.
Allerdings war dieses nur in den Kommunen gültig.

Von der Gemeinde Benrath wurde gedruckt:
1.1 Mio. MK. vom 15.8.1923
2.5 Mio. MK. wie vor
3.3 Mio. MK. vom 7.9.1923
4.5 Mio. MK. wie vor Unterdruck gelblich
5.5 Mio. MK. wie vor Unterdruck violett
6.1 Mio. MK. vom 21.9.1923
7.1 Mrd. MK. wie vor
8.5 Mrd. MK. wie vor
9.2 Mrd. MK. wie vor
10.2 Mrd. MK vom 27.10. bis 31.10.1923, 92 / 62 mm
11.2 Mrd. MK wie vor, 118 / 82 mm
auch 132 /93 mm

Am 29. 8. brachte der Kreisausschuß des Landkreises Düsseldorf
Notgeld heraus. Als Mitglied des Kreisausschusses unterzeichnet
der Benrather Bürgermeister Melies.

Aber nicht nur Gemeinden, sondern auch Firmen haben Notgeld gedruckt :
Eisenwerke Reisholz
Deutsche Carborundum-Werke
Henkel-Werke (13 Scheine)
A.Friedrich Flender Reisholz
Brückenbau Flender Benrath
Hille & Müller
Glasfabrik Reisholz

Gedruckt wurde bei Tischer und Schäffer (heute RP/Benrather Tageblatt), und bei der Firma Hugo Gather. Die Firma Henkel druckte selbst und besitzt heute im Werksarchiv die für den Druck angefertigten Klischees.

Vom 11. September 1917 gibt es als nicht öffentliche Zahlungsmittel Fünfzig-Pfennig, Eine-Mark und Zwei-Mark Scheine des Gefangenenlagers der Demag, Werk Benrath, die nur Gültigkeit für den inneren Verkehr zwischen Gefangenenlager und der Werkshauptkasse hatten.

(Im zweiten Teil mehr zu dem Notgeld der Firmen)